Bonbonwasser - Schöne Dinge selbstgemacht!


Fototapete für (Fast-)Anfänger

von THOBI

Eigentlich bin ich nicht die Tapetenfachfrau, doch ich habe da einen kleinen feinen Erfahrungsbericht zu Fototapeten – die Lieblinge der 70er. Dieses dreiteilige Bild hängt endlich über unserem Sofa. Ursprünglich war es einmal eine Fototapete:

Ihr werdet es nicht glauben, doch die Geschichte der Tapete startete vor fast vier Jahren. Eine Fototapete sollte damals die Wand hinter unserem Sofa schmücken. Ein passendes Exemplar war bald gefunden (ebay war damals ein Mekka für Originale aus längst vergangenen Zeiten). Da wir wenig bis gar keine Erfahrungen im Tapetenkleben hatten, trauten wir uns nie so recht ans Werk. Über ein Jahr nach dem Kauf schritten wir aber zur Tat. Passendes Werkzeug besorgten wir im Baumarkt und starteten eines Abends euphorisch. Nachdem die ersten beiden Teile mehr schlecht als recht an der Wand klebten, entschieden wir uns für den Rückzug. Die Tapete musste wieder von der Wand ab, wir machten alles sauber und taten so, als sei nie etwas gewesen! Das Papier der Fototapete wird in Verbindung mit dem Kleister recht dünn und reist sehr schnell ein. Trotz Spezialkleber lässt sich an der Wand nichts mehr korrigieren.  Man muss immerhin acht Bahnen genau auf Stoß kleben und darf dabei in keinem Fall die Tapete einreißen, da jeder Riss dauerhaft sichtbar bleibt. Ich glaube das Kleben von Fototapete ist etwas für Profis oder Menschen, die schon ganz viel Tapete geklebt haben. Nun lag der Rest unseres Exemplars wieder in der Rolle und verschwand im Keller. Eine neue Idee musste her. Wir wollten von den oberen vier Teilen, drei auf Holzplatten kleben, so dass man diese als Bild an die Wand hängen kann. Die Variante hat den Vorteil, dass man mit seiner Fototapete umziehen kann und sich jeglichen Ärger mit den Vermietern erspart. Meine Schwester erbarmte sich schließlich und übernahm den Part. Auch sie könnte noch einiges zu den Tücken beim Kleben erzählen – das Papier ist einfach recht empfindlich. Sie hatte die Idee, von den beiden äußeren Teilen nur die Hälfte zu nehmen, damit das Bild nicht ganz so groß wird. Bitte vergesst nicht Dörtes Tipp: Holzplatte von der Rückseite ebenfalls tapezieren, sonst biegt sich alles durch! Wir haben dieses Phänomen natürlich erst beim Anbringen aufgehoben, doch das ist wirklich nicht zu empfehlen. Für den Effekt mit der Schattenfuge befestigt man einfach Leisten oben und unten an die Holzplatten. Dadurch hängt das Bild mit etwas Abstand an der Wand. Wie man am Ende die drei Bilder gerade an der Wand befestigt, da hat bestimmt jeder seinen eigenen Trick. Bei uns dauerte es fast einen ganzen Nachmittag. Doch jetzt sind wir glücklich mit unseren Tahiti-Palmen direkt über dem Sofa. Vielen Dank an alle Beteiligten.

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