Bonbonwasser - Schöne Dinge selbstgemacht!


Reiche Apfelernte: Und was nun??

von THOBI

Vorletztes Wochenende haben wir unseren Apfelbaum abgeerntet. Nachdem im letzten Jahr die Ernte etwas mau war, ist sie in diesem Jahr wie erwartet reichlich. Da kann man gleich mit dem Verarbeiten der Äpfel beginnen. Nachfolgend einige Rezepte und Tipps für alle, die auch das erste Mal vor einer Vielzahl an Äpfel stehen und noch nicht so recht wissen, was man nun damit machen kann.

Als erstes haben wir die Äpfel, die wurmstichig waren oder Druckstellen hatten, aussortiert. Alle anderen liegen nun bei uns im Keller auf einem mit Zeitungspapier ausgelegtem Regal. ACHTUNG: Der Keller sollte zum Einlagern von Äpfeln unbedingt kalt sein, d.h. nicht beheizt. Die aussortierten Äpfel haben wir (wie das Fallobst der letzten Wochen übrigens auch) direkt mit einem Haushalts-Entsafter entsaftet. Einfach die Äpfel so zerteilen, dass sie in die Öffnung passen und lediglich die  „Wurmhäuser“ entfernen. Und dann loslegen. Den beim Entsaften entstandenen Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen. Möchte man klaren Saft haben (z.B. für die Zubereitung von Apfelgelee), dann muss man ihn filtern – dauert ein bißchen, doch die Mühe wird belohnt. Es geht prima mit Küchenkrepp und Nudelsieb. Nicht ungeduldig werden und den Saft durchpressen, sonst wird er doch noch trüb. Den Apfelsaft kurz aufkochen lassen und noch heiß in (ausgekochte) Flaschen abfüllen. So ist er bis zu einem Jahr haltbar. Anstelle von Etiketten haben wir kleine Äpfel aus Tonkarton ausgeschnitten und diese mit einem Band um den Deckel gebunden. Bei allen Arbeitsschritten können Kinder super mithelfen.

Aus dem so gewonnenen Saft kann man nun ganz leckeres Apfelgelee herstellen. Dafür braucht ihr Gelierzucker (da Äpfel meist eher säuerlich sind 2:1 – ich hatte es dieses Mal mit 3:1 probiert, finde die andere Variante aber besser), ausgekochte Marmeladengläser (Geschirrspüler reicht aus) und wer mag Gewürze wie z.B. Zimt oder Vanille. Den Saft (Menge nach Packungsanweisung, bei 2:1 – 750ml) in einem großen Topf zusammen mit dem Gelierzucker und den Gewürzen unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und mind. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Nun nehmt ihr etwas Flüssigkeit mit einem Teelöffel aus dem Topf und tropft sie auf einen Teller. Geliert die Flüssigkeit, dann war eure Gelierprobe erfolgreich. Ansonsten kann man mit Zitronensäure nachhelfen. Die gibt es, in kleinen Tüten z.B. von Dr. Oetker in gut sortierten Supermärkten. Das noch heiße Gelee mit Hilfe einer Suppenkelle in die Gläser verteilen, und diese nach dem Verschließen auf den Kopf stellen. Die Gewürze wie Zimtstangen oder Vanilleschoten könnt ihr vorher herausfischen.

ACHTUNG: Man sollte immer nur die angegebene Menge verarbeiten. Wenn ihr weniger Saft habt, dann muss der Gelierzucker vor dem Abwiegen gut durchgemischt werden. Zum Schluss habe ich noch Etiketten mit Hilfe von Buchklebefolie angebracht und ein Stück Serviette über den Deckel gebunden. Fertig sind die Geschenke aus der eigenen Küche.

Apfelkuchen aus selbst geernteten Äpfeln schmeckt am aller besten. Daher verrate ich euch hier noch das Apfelkuchenrezept meiner Mutter, dass ich in der Zwischenzeit etwas modifiziert habe. Ihr braucht für eine normal große Springform: 6-8 entkernte, geschälte und klein geschnittene Äpfel – für den Boden: 80g Butter, 80g Zucker, 2 Eier, 1 Pck Vanillezucker, 160g Mehl, 1/2 Pck Backpulver – für die Streusel: 100g Butter, 150g brauner Zucker, 200g Mehl (einen Teil des Mehls ersetze ich immer durch gehackte Walnüsse). Butter schaumig rühren. Zucker, Vanillezucker und Eier nach und nach dazurühren. Mehl und Backpulver zugeben. Den Teig in einer gefetteten Springform verteilen. Backofen auf ca. 180°C vorheizen. Die klein geschnittenen Äpfel auf den Teig geben. Butter, braunen Zucker und Mehl (ggf. gehackte Walnüsse) mit Knethaken zu Streuseln verarbeiten – am Ende mit den Händen nacharbeiten. Die Streusel auf den Äpfeln verteilen. Auf der mittleren Schiene im Backofen für 40-60 Minuten backen. Wenn ihr die Zutaten verdoppelt, dann reicht es für ein ganzes Backblech und man hat gleich einige Äpfel mehr verarbeitet. Der Kuchen eignet sich nämlich hervorragend zum Einfrieren. Nach dem Auftauen kann man ihn dann wieder warm aus dem Ofen genießen…

GUTES GELINGEN!

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